Noch vor wenigen Wochen stiegen die Sterblichkeitszahlen in Limburg-Weilburg immer weiter und die Mitarbeiter*innen der beiden Krankenhäuser arbeiteten am Rande ihrer Belastungsgrenze. Die Fallzahlen, sowie Sterblichkeitszahlen deutschlandweit waren ebenfalls bedrückend hoch. Doch grade, wo sich die brenzlige Lage dank der harten Maßnahmen gerade etwas beruhigt hat, fordert die AFD eine sofortige Lockerung. 

„Eine frühzeitige Lockerung, würde die Erfolge des Lockdowns bis jetzt zunichtemachen. Wir würden damit von einem Lockdown in den nächsten gehen; mit schweren Folgen für den sowieso schon angeschlagenen Einzelhandel und unsere lokale Wirtschaft. Weder für Restaurants, noch den Einzelhandel oder die Schüler*innen wäre eine überstürzte Beendigung der Maßnahmen von Vorteil, anstatt die Corona Fallzahlen nachhaltig nach unten zu bringen und somit auch langfristige Lockerungen zu ermöglichen, würden wir innerhalb von Wochen gezwungen sein, erneut in den Lockdown zu gehen.“ so Daniel Eckstein, Sprecher der Grünen Jugend Limburg-Weilburg. 

Die AfD verharmlost das Virus währenddessen, spricht davon Corona wäre nur ein Vorwand um Gelder an südeuropäische Länder zu zahlen.

„Südeuropa missbraucht 750 Mrd. Corona-Hilfen und Deutschland zahlt“ heißt es unter einem Post der AFD Hessen mit der Überschrift „Corona nur als Vorwand? 750 Milliarden nach Südeuropa und Deutschland zahlt“. Anstatt sinnvolle und konstruktive Beiträge zur Bekämpfung der Pandemie zu liefern, werden krude Theorien in den Raum gestellt. 

„Für uns als Grüne Jugend Limburg-Weilburg ist klar, das letzte Wort, wenn es um die Lockerung des Lockdowns geht sollte die Wissenschaft haben. Wir verurteilen die Verharmlosung von Corona seitens der AFD scharf.“ erklärt Selina Schaub von der Grünen Jugend Limburg-Weilburg. 

Nicht nur bei Corona tätigt die AfD diverse solcher Aussagen. Auch auf der Facebook-Seite des Kreisverbandes Limburg ist die AfD mit Behauptungen über unserer derzeitige Gesellschaft schnell dabei: 

„Wir lehnen einen Umbau der Gesellschaft nach dem Willen der derzeitigen Alt-Politiker rigoros ab (…)“ dieses Statement steht auf der genannten Seite unterhalb einer Aufnahme, welche eine Kinderhochzeit inszeniert. „Das ist eine altbekannte Masche der AfD“ sagt Benno Cline, Kandidat für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Sie schnüren -unabhängig der thematischen Auseinandersetzung – Hass gegen Minderheiten, um von komplexen Sachverhalten abzulenken, auf welche diese Partei keine rationalen Antworten hat. Das sind rhetorische Mittel, die wir bereits aus der Geschichte kennen, und von denen wir uns als Kommunalpolitiker klar abgrenzen müssen.“ 

Hannah Blum, frauenpolitische Sprecherin der GJ auf Landesebene und als Kandidatin selbst im Landkreis aktiv, erklärt weiter: „Wir stehen derzeit in einem Wahljahr 2021, welches seine ganz eigenen und teils extremen Anforderungen an die Parteien und deren Kandidat*innen stellt. Während alle demokratischen Parteien derweil Verantwortung übernehmen und sich in den Dienst der Bürger*innen stellen, gibt die AfD die falschen Antworten, auf die sehr oft falschen Fragen.“